Migräne natürlich behandeln – Studie verspricht Hoffnung

Wer an Migräne leidet, kann mit der einzigartigen 3er Kombination aus hochdosiertem Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 plus weiteren Mikronährstoffen seine Migränetage um fast die Hälfte senken. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die auf dem Deutschen Schmerztag 2011 präsentiert wurde. 

TV-Bericht zum Thema Migräne

TV-Bericht des MDR Sachsen-Anhalt heute zur Therapie und Prophylaxe bei Migräne. Interview einer Migränepatientin und Experten-Interview mit Dr. Heinze, Oberarzt der Schmerzklinik in Kiel. Video ansehen.

Migräne im Alltag: Prophylaxe statt Schmerzmittel

Migräne im Alltag: Prophylaxe statt Schmerzmittel

Entspannung und alternative Methoden helfen Migräne vorzubeugen

„Es muss nicht immer gleich die harte Tour sein“ ist ein Ansatz, den mittlerweile viele Ärzte bei Migräne empfehlen. Gemeint ist damit der Grundgedanke, dass Betroffene langfristig vorbeugen sollten, anstatt im Ernstfall auf starke Schmerzmittel zurückgreifen zu müssen.
Wer mit Migravent vorbeugt, profitiert zusätzlich von den unten beschriebenen nichtmedikamentösen Methoden.



Sanfte Methoden helfen langfristig

Bei den sanften Methoden liegt der Fokus der Behandlung auf der Eigenverantwortung der Patienten, die eine medikamentöse Therapie mit nichtmedikamentösen Verfahren wie z.B. der Progressiven Muskelentspannung, Verhaltenstherapie, Biofeedback und Ausdauersport kombinieren sollten. Dr. Zoltan Medgyessy von der Berolina Klinik (Löhne) hat die verschiedenen Methoden analysiert. Sein Rat für Betroffene: „Ändern Sie sich, ändert sich auch die Migräne“.


1. Entspannungsübungen

Das im Kopfschmerzbereich am besten untersuchte Entspannungsverfahren ist die Progressive Muskelrelaxation (PMR; auch Jacobson-Training). Ein elementarer Bestandteil des Trainings ist dabei das tägliche Üben und die konsequente Anwendung der Entspannungsübungen im Alltagsleben. Bei regelmäßiger Durchführung zeigt sich eine Reduktion der Attackenfrequenz. Das erklärte Ziel der Entspannungsverfahren ist die Förderung der Entspannungsfähigkeit, die Verbesserung der Körperwahrnehmung, Aufbau von Selbstwirksamkeit und die Ablenkung vom Schmerz bei den Betroffenen. Hilfreich in der Kopfschmerzbehandlung  sind auch Entspannungsverfahren wie das autogene Training, Imagination, Meditation und Yoga.


2. Biofeedback


Während das autogene Training dazu dient, besser entspannen zu können, geht es beim Biofeedback um die Analyse der körperlichen Prozesse mithilfe von Technik. Das Biofeedback ermöglicht dem Patienten die bewusste Wahrnehmung von Körperfunktionen und damit die Fähigkeit zur bewussten Steuerung und Veränderung derselben. Anhand von Sensoren werden bei den Patienten Blutdruck, Hautleitfähigkeit und die Ausdehnung der Blutgefäße gemessen. Die Auswertung der Ergebnisse können direkt am Computer verfolgt werden, so dass Patienten direkt die körperlichen Auswirkungen ihrer Gedanken sehen können. Das Biofeedback baut auf dem Prinzip der Willenssteuerung auf, die ebenfalls als Ziel das Erlenen von Körperfunktionen und somit gezielte Entspannung erwirken soll.

3. Verhaltenstherapie

Das Ziel der Verhaltenstherapie ist eine bewusste Veränderung der inneren Einstellung. Patienten sollen lernen, ungünstige und schmerzbezogene Gedanken zu erkennen und bewusst gegenzusteuern. Das Training basiert somit darauf, die inneren Antreiber zu entdecken und sich mithilfe geistiger Leitsätze selber positiv zu motivieren, um aus dem Kreislauf des ewigen „Das wird doch nie besser!“-Denkens auszubrechen. Setzt ein Patient sich zu stark unter Druck („Sei perfekt, mach schneller, streng dich an, mach es allen recht, sei stark!“) kann sich dieser psychische Druck ungünstig auf sein Wohlbefinden und damit auch auf die Migräneattacken auswirken bzw. sie auslösen.

4. Akupunktur

Akupunktur reduziert die Häufigkeit von Migräneattacken. Dies konnte in mehreren großen kontrollierten Studien belegt werden. Scheinakupunktur (d.h. Akupunktur an Punkten, die nicht den Regeln der traditionellen chinesischen Medizin folgen) hat dabei anscheinend dieselbe Wirksamkeit wie klassische Akupunktur. Der endgültige Stellenwert der Akupunktur muss in weiteren Studien geklärt werden. Es kann gegenwärtig nicht von einer gesicherten Evidenz für die klassische chinesische Akupunktur ausgegangen werden, sie ist aber auch nicht widerlegt.


Strukturieren Sie den Rhythmus ihres Tagesablaufs

Die deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft empfiehlt zudem das Führen eines Kopfschmerzkalenders, um die Auslöser der eigenen Migräneattacken besser zu erkennen und langfristig meiden zu können. Patienten sollten außerdem darauf achten, ihren Tagesablauf so zu strukturieren, dass Migräneattacken nicht begünstigt werden (z.B. durch zu viel Stress, zu viele Termine oder zu wechselhafte Schlafzeiten). Der Rat:

- Schlafen Sie regelmäßig und zu den gleichen Uhrzeiten. Versuchen Sie, immer zur gleichen Uhrzeit aufzustehen, um den Körper an den Schlafrhythmus zu gewöhnen.

- Essen Sie regelmäßig und zu den gleichen Uhrzeiten. Vermeiden Sie dabei unnötige Mengen an Essen ebenso wie strickte Nulldiäten, da sie den Körper zusätzlich belasten.

- Trinken Sie ausreichend (1 Liter pro 30 Kilogramm Körpergewicht pro Tag)

- Betreiben Sie regelmäßig leichten Ausdauersport (wenigstens einmal pro Woche). Die Wirkung von Sportarten wie Schwimmen, Joggen oder Fahrradfahren in der Prophylaxe der Migräne ist wissenschaftlich belegt.


Quellen: DAK, MigräneLiga Deutschland e.V., Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) sowie Berolina Klinik (www.klinik-fuer-migraene.de)

Warum Netzwerke für Migräne-Patienten so wichtig sind

Warum Netzwerke für Migräne-Patienten so wichtig sind

Gemeinsam über Migräne diskutieren und Hilfe finden

Patienten mit Bluthochdruck oder erhöhten Cholesterinwerten haben gegenüber Migräne-Patienten einen Vorteil: Ihre Krankheit ist „sichtbar“, mit dem Blutdruckgerät oder dem Laborblatt für jeden beweisbar und wird damit von Arzt und Umgebung ernst genommen.

Bei Migränekranken verhält es sich anders
Weil ihre neurologische Erkrankung mit üblichen technischen Mitteln nicht feststellbar ist und zudem die Ursachen der Migräne noch nicht vollständig erforscht sind, haben sie allzu oft Schwierigkeiten, einen Arzt zu finden, der sich auskennt und ihnen helfen kann. Folge: Resignation, das Gefühl, allein zu sein und nicht ernst genommen zu werden und – unter Umständen – eine jahrelange, nicht ungefährliche Selbstbehandlung.

In der Selbsthilfegruppe wieder Vertrauen aufbauen
Genau aus diesen Gründen sind Selbsthilfegruppen bei Migräne so wichtig. Hier trifft man sich mit Menschen, die genau wissen, was es heißt, unter Migräne zu leiden. Hier erfährt man von neuen Therapien und Vorbeugungsmöglichkeiten, die vielleicht bis dahin unbekannt waren. Und hier erfährt man die Namen von Therapeuten, die sich wirklich mit Migräne auskennen. Hier kann man seine Geschichte erzählen, erfährt Beistand und Mitgefühl, entwickelt gemeinsam Lösungsmöglichkeiten. Durch die Arbeit in der Gruppe lassen sich neue Bewältigungsstrategien für das Problem entwickeln. Dabei wird zugleich die soziale Isolierung, in die sich der Migränekranke allzu oft zurückzieht, aufgegeben, werden Ängste abgebaut und eine neue Selbstsicherheit gewonnen - nicht nur für den Umgang mit dem Therapeuten, sondern auch im eigenen Bereich: Die Gruppe gibt dem einzelnen Mut und Kraft, sich neue Lebensinhalte und neue Perspektiven zu erschließen.

Selbsthilfegruppen als wichtige Informationsquelle – jährliche Bundestreffen
„Das Herzstück unserer Arbeit ist die Gründung und Betreuung von Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland“, so Otto Uhl, der 1. Vorsitzende der MigräneLiga. „Unsere wichtigste Aufgabe ist die Aufklärung und die Hilfe zur Selbsthilfe", so Uhl. Mittlerweile existieren über 100 Selbsthilfegruppen, die von der MigräneLiga ins Leben gerufen und sehr aktiv unterstützt werden. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos. Sogar in Österreich und Luxemburg gibt es Gruppen. Höhepunkt sind die jährlichen Bundestreffen der Selbsthilfegruppen-Leiter, bei der Schmerzexperten neue Therapien vorstellen und die Leiter wertvolle Tipps und Informationen für ihre Gruppen erhalten.

Übersicht über alle Migräne-Selbsthilfegruppen in Deutschland
Wer an einer Selbsthilfegruppe interessiert ist, findet auf der Internetseite der MigräneLiga eine umfangreiche Liste mit Adressen und Ansprechpartnern aller Selbsthilfegruppen. Jeder neue Teilnehmer ist herzlich willkommen. Und wer eine neue Selbsthilfegruppe gründen möchte, bekommt intensive Unterstützung durch die MigräneLiga.

Weitere Informationen bei: MigräneLiga e. V. Deutschland, Unter der Ruth 9, 65462 Ginsheim, E-Mail: info@migraeneliga.com, Internet: www.migraeneliga.com


Quelle: MigräneLiga e.V. Deutschland

Halbzeit beim Produkttest – Eine erste Zwischenbilanz

Halbzeit beim Produkttest – Eine erste Zwischenbilanz

Halbzeit beim Produkttest

Die ersten sechs Wochen des Produkttests sind vergangen und im Forum diskutiert die Community fleißig über die Erfahrungen mit Migravent, die ersten Ergebnisse des Produkttests und Migräne. So individuell wie unsere Tester sind, so unterschiedlich fällt auch die erste Zwischenbilanz aus. Von allen Testern, die sich in der Umfrage im Forum beteiligt haben, gaben 38% an, dass es ihnen besser geht als vor der Einnahme von Migravent und dass die Migräneattacken merklich weniger geworden sind. 23% geht es sogar richtig gut und die Migräne ist so gut wie verschwunden.

Das Feedback von Userin isis macht Mut: „Früher musste ich jeden 2.Tag Triptane gegen die Migräne nehmen. Jetzt sind es gerade einmal 1-2 pro Woche. Das klingt nach viel, für mich ist das aber ein beachtlicher Erfolg. Seit Migravent geht es bergauf!“ Ein Ergebnis, über das wir uns sehr freuen.

Auch Userin Bataani geht es sehr gut. „Die ersten 7 Wochen gab es keine Besserung. Seit Anfang des Jahres ist mein Kopf ein TRAUM. Glasklar ohne Kopf- oder Migräneschmerzen. Allerdings muss ich unbedingt meine Dosis regelmäßig nehmen. 4x ist es mir in dieser Zeit passiert, dass ich am Abend Migravent vergessen habe und sofort hatte ich am nächsten Tag wieder Watte im Kopf oder gar (sowie heute - weil gestern Abend vergessen) Migräne. Ich leide seit ca. 15 Jahren unter heftigen Migräneanfällen. Es kommt mir nach wie vor fast unheimlich vor, dass dieses Migravent so extrem bei mir funktioniert. Allerdings darf ich es nicht vergessen.“


Natürlich gibt es auch Tester, bei denen sich nicht sofort eine Verbesserung bemerkbar gemacht hat. Dr. Rüdiger Schellenberg, der den Produkttest von ärztlicher Seite aus betreut, rät den Testern zur Geduld: „Bei allen vorbeugenden Mitteln gegen Migräne, ob chemisch-synthetische oder natürliche Substanzen, dauert es einige Zeit, bis die positive Wirkung einsetzt. Meist vergehen zwei bis sechs Wochen, bis die Migräne spürbar besser wird. Die Reaktionsweisen sind individuell verschieden.“


In einigen Fällen berichten die Tester von  Bauchdrücken oder weichem Stuhl. Auch das ist laut Produktexpertin Anna Kolbeck keine beunruhigende Nebenwirkung: „Migravent enthält hochdosiertes Magnesium. Wer sensibel darauf reagiert, kann erst einmal mit einer niedrigeren Dosis beginnen und die für ihn individuell richtige Menge herausfinden.“


Wie für Migränepatienten üblich, sorgen äußere Umstände nach wie vor für Kopfschmerzen bei den Testern, z.B. starke Wetterumschwünge zwischen eisigen Temperaturen und ersten sonnigen Tagen im Februar. Auch spezielle Lebensmittel wie z.B. Wein, Käse oder Schokolade wurden als Auslöser für Migräneattacken genannt. Hierfür haben wir einige Tipps im Bereich Neuigkeiten zusammengestellt, die den Testern – und natürlich allen Migränepatienten - helfen können, die Auslöser besser zu erkennen und entsprechend vorbeugend reagieren zu können. Im Forum haben zudem alle Interessierten weiterhin die Möglichkeit, sich gegenseitig auszutauschen und individuelle Beratung vom Expertenteam zu bekommen, sollte sich die Migräne nach wie vor nicht gebessert haben.


Wir wünschen allen Testern weiterhin alles Gute für den Produkttest und hoffen, dass sich die Anzahl der Migränetage bei ihnen merklich reduziert und sie Migräne-freie Frühlingstage erleben können.


Anja Greszik

Migräne und Wetter: Warum Temperaturwechsel Kopfschmerzen auslösen können

Migräne und Wetter: Warum Temperaturwechsel Kopfschmerzen auslösen können

Das Wetter ist häufig Auslöser für Migräneattacken

Unabhängig von der genetisch bedingten Veranlagung zur Migräne konnten Mediziner bisher zahlreiche Trigger ausfindig machen, die je nach Patient verantwortlich für das Migräneleiden sind und Migräneattacken auslösen können. Neben sozialen und psychischen Belastungen, Stress und hormonellen Schwankungen scheint das Wetter zu einem der häufigsten Auslöser zu gehören. Gerade jetzt im Frühling, wenn die Temperaturen stark schwanken, leiden Betroffene besonders stark. 



Auch im Produkttest-Forum wird über das Thema „Migräne und Wetter“ geredet. Bernd K. kann sich nicht wirklich auf den Frühling freuen: „Das Wetter verursacht bei mir eine wahre Achterbahnfahrt. (...) Das Frühjahr ist bei mir nicht gerade ein Freudenbringer in Sachen Migräne. Es ist schade, dass man sich nicht wirklich über das tolle Wetter freuen kann.“ Aber woran liegt das?


Unser Experten Dr.Rüdiger Schellenberg hat bereits häufiger Erfahrung mit Migränepatienten gemacht, die von einem fühlbaren Zusammenhang zwischen Wetterveränderungen und Migräneattacken berichtet haben. Zwar stand die Medizin diesem Phänomen lange skeptisch gegenüber, die zahlreichen Erfahrungsberichte von Patienten führten jedoch dazu, dass sich aktuell mehrere wissenschaftliche Studien mit dem Thema beschäftigen.   



Ein interessantes wissenschaftliches Projekt ist das Migräne-Radar der Hochschule Hof. Die Studenten vergleichen auf dem Portal Migräne-Radar (http://www.migraene-radar.de/) Online-Angaben von Migränepatienten mit Daten des Deutschen Wetterdienstes. In welchen Gebieten sich die Migränehäufigkeit bei starken Temperaturwechseln erhöht, das können sich Interessierte auf einer interaktiven Deutschlandkarte anschauen und selber an der Studie teilnehmen.


Noch ist das Projekt nicht abgeschlossen und keine finale Bewertung vorliegend. Erste Auswertungen ergaben jedoch, dass ein Anstieg der Temperatur von beispielsweise 6 Grad zu einem Anstieg der Migräne um etwa 36% führt. Steigt die relative Luftfeuchtigkeit beispielsweise um 20 Prozent, nimmt die Anzahl der Migräneanfälle um etwa 22% zu.


Da sich Wetterwechsel und extreme Temperaturen wie Sommerhitze oder -Schwüle sowie eisige Kälte nicht wirklich umgehen lassen, sollten Migränepatienten langfristig vorbeugende Präparate einnehmen, um im Ernstfall nicht auf starke Schmerztabletten zurückgreifen zu müssen. Außerdem sollte man Urlaubsorte mit enorm hohen/niedrigen Temperaturen meiden und besonders im Sommer ausreichend trinken. Ist ein Wetterwechsel absehbar, kann es hilfreich sein, für einen stetigen Sauerstoff- und Temperaturausgleich zu sorgen (z.B. durch Lüften oder Spaziergänge), damit der Wechsel zwischen Heizungsluft innen und kühleren Außentemperaturen nicht so stark ausfällt und sich der Körper schonend auf die äußeren Umstände vorbereiten kann.

Anja Greszik

Tipps vom Experten Teil 2: Was Sie tun können, um besser mit Migräne umgehen zu können

Tipps vom Experten Teil 2: Was Sie tun können, um besser mit Migräne umgehen zu können

Dr. med Heinze (Schmerzklinik Kiel)

Im zweiten Teil unseres Interviews mit Herrn Dr. Heinze von der Schmerzklinik Kiel erfahren Sie, was speziell Frauen im Umgang mit Migräne beachten sollten, wie man die eigene Lebensqualität auch ohne starke Medikamente verbessern kann und wo Migräne-Patienten Unterstützung bekommen.

Was können Frauen bei menstrueller Migräne tun?

Migräneattacken zur Regel gelten als besonders hartnäckig. Sie halten häufig mehrere Tage an und sprechen auf Medikamente mehr recht als schlecht an. Auslöser ist der Hormonabfall unmittelbar vor der Regel. Die einfachste und effektivste Empfehlung lässt sich nicht immer umsetzen: Schwanger werden! Alternativ käme theoretisch in Betracht, dem Hormonabfall durch eine Hormongabe (z. B. mittels Östrogenpflaster) vorzubeugen. Studien zeigen aber, dass hierdurch die Migräne nur um ein paar Tage nach hinten verschoben wird. Anders sieht es aus, wenn Frauen sowieso die „Pille“ zur Verhütung benutzen. Wird in Rücksprache mit der behandelnden Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt auf eine Einnahmepause nach drei Wochen verzichtet, kann nicht nur das Auftreten der Regel, sondern damit eben auch der regelassoziierten Migräne verhindert werden. Steht diese Behandlungsmöglichkeit nicht zur Verfügung, sollte für eine optimale Attackenbehandlung gesorgt werden.


Was kann man tun, wenn der Arzt nicht die Arzneimittel verschreibt, die helfen?

Leidet ein Patient im eigentlichen Sinn des Wortes unter einer Migräne, bedarf er einer professionellen Hilfe durch einen engagierten und interessierten Hausarzt, einen Neurologen und/oder einen Schmerztherapeuten. Aufgrund des zunehmenden Wissenstandes ist die Behandlung heute komplex und individualisiert, aber eben auch effektiv. Beste Ansprechpartner für Behandlungsmöglichkeiten vor Ort sind die zahlreichen Selbsthilfegruppen, die unter dem Dach der MigräneLiga e.V. Deutschland organisiert sind.


Wo bekommen Migräne-Patienten Unterstützung?

Die MigräneLiga e. V. Deutschland ist die wichtigste und größte gemeinnützige Patientenorganisation für Menschen mit Migräne. Unter ihrem Dach sind allein in Deutschland über 100 Selbsthilfegruppen aktiv. Hauptaufgabe ist die Information von Patienten und Betroffenen und die Durchsetzung der Interessen von Migränepatienten gegenüber Behörden und Institutionen. Informationen zu den regelmäßigen bundesweiten und regionalen Veranstaltungen sowie die Ansprechpartner der örtlichen Selbsthilfegruppen können auf der Homepage unter www.migraeneliga.com abgerufen werden. Über aktuelle Entwicklungen und neue Therapien informieren können sich Mitglieder und Patienten in der viermal jährlich erscheinenden Zeitschrift Migräne-Magazin.


Immer wieder tauchen „Modetherapien“ wie die Migränechirurgie
auf, die angeblich Migräne heilen können. Was raten Sie Patienten?
Eine Migräne kann heute zwar in der Regel gut behandelt werden, aber bedauerlicherweise hat nicht jeder Patient auch immer Zugang zu einer modernen Migränetherapie. Der daraus resultierende Leidensdruck ist Nährboden für eine unübersehbare Zahl von sogenannten „alternativen“ Therapieverfahren. Allen diesen Therapien ist gemein, dass sie den Nachweis von Wirksamkeit und Verträglichkeit nicht erbracht haben. Man erkennt dies daran, dass sie keinen Eingang in die aktuellen Therapieleitlinien gefunden haben. Von solchen, meist auch teuren Verfahren sollte unbedingt Abstand genommen werden.


Wie kann man Migräne ohne Medikamente behandeln?

Die entscheidenden Verhaltensregeln zur Migränevorbeugung lassen sich ganz einfach zusammenfassen: Einhalten eines regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus (auch am Wochenende), Achten auf eine regelmäßige Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr, Aufnahme eines regelmäßigen Ausdauersports mindestens 3x pro Woche und schließlich das Erlernen und Praktizieren eines Entspannungsverfahrens. Nur wenn trotzdem noch häufig Migräneattacken auftreten, ist eine medikamentöse Vorbeugung erforderlich.

Wir danken für das Interview.

(Quelle: MigräneLiga e.V. Deutschland, Interview: Maria Lohmann)

7 Irrtümer bei Migräne – und was wirklich stimmt

7 Irrtümer bei Migräne – und was wirklich stimmt

Mythen halten sich lange. Aber: Aufklärung hilft!

Sie halten sich hartnäckig: Irrtümer. Doch gerade wenn es um Migräne geht, ist es wichtig, sich zu informieren und gängige Missverständnisse aufzuklären, damit Betroffene richtig und vor allem rechtzeitig handeln können. Wir haben für Sie die sieben größten Mythen zusammengestellt und die Wahrheit dahinter ans Licht geholt.

Irrtum Nr. 1: „Migräne sind doch nur Kopfschmerzen. So schlimm ist das nicht."
Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon mal unter Spannungskopfschmerzen litt. Diese Schmerzen sind jedoch nicht mit Migräne vergleichbar. Sie haben eine geringere Intensität und sind leichter in den Griff zu bekommen. Bei der Migräne hingegen handelt es sich um eine neurologische Erkrankung, deren Attackendauer bis zu 72 Stunden betragen kann. Typische Merkmale sind Halbseitigkeit, pulsierende Schmerzen und Schmerzzunahme bei körperlicher Aktivität. Charakteristisch sind zudem vegetative Begleiterscheinungen wie Lichtempfindlichkeit, Übelkeit und/oder Erbrechen. 20 bis 30% der Patienten leiden zusätzlich unter einer Migräneaura mit neurologischen Ausfallerscheinungen.

Irrtum Nr. 2: „Die Migräne fällt volkswirtschaftlich kaum ins Gewicht."
Migräne kostet Deutschland richtig Geld: Die volkswirtschaftlichen Kosten durch Arbeitsausfall und Behandlung betragen rund 3,7 Milliarden Euro. Davon werden geschätzte 250 Millionen Euro pro Jahr ausgegeben für stationäre Entzugstherapien als Folge eines Übergebrauchs an Medikamenten, die gegen die Schmerzen eingenommen werden!

Irrtum Nr. 3: „Die erfolgreiche medikamentöse Versorgung der Migränepatienten ist heute kein Problem mehr."

Mindestens acht Millionen Deutsche leiden an Migräne. Weniger als die Hälfte davon befindet sich in ärztlicher Behandlung, sondern nimmt stattdessen freiverkäufliche Schmerzmittel. Doch selbst wenn Migräne-Kranke zum Arzt gehen, können sie nicht sicher sein, dass sie nach dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt werden, so Otto Uhl, der 1. Vorsitzende der MigräneLiga. Drei Viertel der Verordnungen sind nicht im Einklang mit den Therapie-Empfehlungen der Kopfschmerzexperten, belegen aktuelle Untersuchungen.

Irrtum Nr. 4: „Bei beginnender Migräne erst mal abwarten, die Schmerzen können nachlassen."
Das ist falsch. Je länger man wartet, desto schwerer wird es, den Schmerzanfall positiv zu beeinflussen. Richtig ist, dass bei einer beginnenden Migräneattacke nicht zu lange gewartet, sondern frühzeitig ein Medikament genommen werden sollte. Bei leichten Migräneattacken kommen Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen zum Einsatz. Bei schweren Schmerzanfällen sind die spezifischen Triptane die Mittel der Wahl. Aber Vorsicht: Schmerz- und Migränemittel dürfen nur an 10 Tagen im Monat genommen werden, sonst droht ein durch Medikamente ausgelöster Dauerkopfschmerz.

Irrtum Nr. 5: „Anerkannte natürliche Therapien, die bei Migräne wirklich helfen, gibt es nicht."
Die ärztlichen Fachgesellschaften empfehlen bei mehr als zwei Migräneattacken pro Monat eine vorbeugende Behandlung, um die Zahl der Attacken zu senken und die Lebensqualität zu verbessern. Viele wissen nicht, dass in den offiziellen Leitlinien neben synthetischen Medikamenten wie Betablockern und Antidepressiva auch die Arzneipflanze Pestwurz offiziell zur Migränevorbeugung empfohlen wird. Weniger Migräneanfälle sind ebenfalls möglich durch natürliche, in Studien gut untersuchte Substanzen wie Riboflavin (Vitamin B2), Coenzym Q10 und Magnesium, die im Energiestoffwechsel des Gehirns eine wichtige Rolle spielen. Migränepatienten haben sehr häufig ein Defizit an diesen Stoffen, das einfach und gezielt ausgeglichen werden kann.

Irrtum Nr. 6: „Kinder haben keine Migräne."
Natürlich können Kinder unter Migräne leiden. Der Kinderneurologe Dr. Raymund Pothmann, Hamburg, macht leider auch heute immer noch die Erfahrung, dass kindliche Kopfschmerzen selbst von Kinderärzten vielfach vernachlässigt und als Signal für Überforderung nicht ernst genug genommen werden. Die kindliche Migräne ist oft unspezifischer als bei Erwachsenen und deshalb schwieriger zu diagnostizieren. So können sich die Schmerzen beispielsweise auch in den Bauch projizieren.


Migräne-Kinder leiden an einer Reizverarbeitungsstörung. Dadurch sind sie stressanfälliger: Schlafmangel, Streit, Junk Food, übermäßiges Fernsehen oder Videospiele führen dazu, dass das Gehirn sich im Rahmen einer Migräneattacke von den Stressüberträgerstoffen wie Dopamin und Noradrenalin befreit. In leichten Fällen hilft oft schon Schlaf, frische Luft oder Pfefferminzöl an Stirn und Nacken. Auch pflanzliche Mittel wie Pestwurz, sowie die Kombination Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 bieten sich als gut verträgliche Behandlung an. Sinnvoll ist das Erlernen von Entspannungsverfahren wie der Progressiven Muskelentspannung nach Jacobson.

Irrtum Nr. 7: „Migräne-Patienten sind ganz allein auf sich gestellt."

Das stimmt heute glücklicherweise nicht mehr. Seit der Gründung der MigräneLiga vor über 15 Jahren hat sich die Situation der Patienten grundlegend verbessert. Die bundesweit tätige Selbsthilfeorganisation ist gesundheitspolitisch sehr aktiv und vertritt die Betroffenen in der Öffentlichkeit. Mit einem Jahresbeitrag von nur 22,- € erhalten Mitglieder regelmäßig das Migräne-Magazin mit aktuellen Neuigkeiten zum Thema Migräne und im Einzelfall auch persönliche Beratung.


„Das Herzstück unserer Arbeit ist die Gründung und Betreuung von Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland“, so Otto Uhl, der 1. Vorsitzende der MigräneLiga. „Denn unsere wichtigste Aufgabe ist die Aufklärung und die Hilfe zur Selbsthilfe, so Uhl. Mittlerweile existieren über 100 Selbsthilfegruppen, die von der MigräneLiga ins Leben gerufen und sehr aktiv unterstützt werden. Sogar in Österreich und Luxemburg gibt es Gruppen. Die Liga macht den Betroffenen Mut: „Geben Sie nicht auf, einen Weg zu finden, um besser mit Migräne zu leben. Die MigräneLiga hilft Ihnen dabei.“


Quelle: Migräne Liga e.V. Deutschland
Text: Maria Lohmann


Portraits eines Volksleidens: Unsere Tester und ihre Geschichte

Portraits eines Volksleidens: Unsere Tester und ihre Geschichte

Ein Krankheit - viele Gesichter

Migräne ist eine Volkskrankheit, doch jeder erlebt den stechenden Kopfschmerz unterschiedlich. Während einige Betroffene einen guten Weg gefunden haben, sich auf die Migräneattacken einzustellen, erkranken andere so stark, dass sie stundenlang weder Licht- noch Geräusche ertragen können. So individuell wie die Art der Kopfschmerzen sind auch die Personen, die darunter leiden. Wir zeigen Ihnen daher die Geschichten hinter den Migravent Produkttestern. Seit wann leiden Sie unter Migräne? Was sind die Auslöser? Und wie stark hat es ihr Leben beeinflusst?

Christa R. (52 Jahre)
Kaffee, Schokolade, Lakritze: Den meisten Menschen versüßen diese Leckereien den Tag. Christa leider nicht. Denn seit sie vor 23 Jahren das erste Mal Migräne bekommen hat, hat sie Kaffee und Co. aus ihrem Leben verbannt. Parfümerien meidet die Mutter zweier erwachsener Kinder, da die vielen Gerüche immer wieder Auslöser für Migräneattacken waren. Auch Wetterumschwünge und Wind sorgten dafür, dass Christa für 2-3 Tage den hämmernden Kopfschmerz nicht mehr losgeworden ist. „Wenn ich auf der rechten Seiten der Stirn plötzlich ein dumpfes Gefühl spüre und mir dann auch noch übel wird, weiß ich sofort, dass es Migräne wird.“


Als Christa vor einem Jahr unter starkem Stress, Kummer und Sorgen litt, verschlimmerten sich die Migräneattacken extrem, die bis dato mal häufiger, mal seltener auftraten. Sich einfach zu entspannen und in Ruhe auf dem Sofa ein Buch zu lesen, das konnte Christa in solchen Situationen nicht mehr. Oft half dann nur noch eine Spritze. Unterstützung bekam die leidenschaftliche Spaziergängerin von ihrer Familie, die mittlerweile sofort merkt, wenn etwas nicht stimmt. „Sie verhalten sich sehr leise und nehmen viel Rücksicht. Zur Arbeit bin ich trotzdem immer gegangen, ohne mir etwas anmerken zu lassen.“ Jeder, der Migräne hat, weiß natürlich, dass das sehr schwer ist und die Unruhe und Gereiztheit nicht immer zu verbergen sind.


Um die Migräne zu lindern, hat Christa vieles versucht: Gymnastik, Yoga, Entspannungsübungen, Schmerztabletten. Auch ihren Tagesablauf hat sie so eingerichtet, dass Migräne möglichst keine Chance hat: Sie steht zur gleichen Zeit auf, isst regelmäßig und doch hat sie bisher nichts finden können, dass die Migräne langfristig in den Griff bekommt. Für Christa war das der entscheidende Grund, sich als Testerin für Migravent zu bewerben. „Weniger Anfälle zu bekommen. Und im Idealfall keine Migräne mehr zu haben. Das wäre natürlich am besten.“


Ann-Christin H. (20 Jahre)
Als Studentin der Biowissenschaft beschäftigt sich Ann-Christin viel mit biologischen Prozessen von Lebewesen. Migräne ist jedoch immer noch ein rotes Tuch im Leben der lebensfrohen 20jährigen: „Ich bin gerade im ersten Semester und schon hat mich Migräne beim Lernen ausgebremst.“ Ein Zustand, der die junge Frau wie viele andere auch belastet – und die Lebensqualität arg einschränkt. Im Sommer ausgedehnt in der Sonne zu liegen? Kaum möglich. Zu schnell überhitzt ihr Kopf und endet in Schmerzen und Übelkeit. Bereits als Kind litt sie unter Kopfschmerzen und ist die Migräne seit dem nie vollständig losgeworden.

Vor allem wenn es besonders heiß ist, wird sie von dem pochenden, stechenden Ziehen in der Stirnregion überrollt. Ebenso bei dem Geruch von Zigarettenqualm oder Benzin. In ihrem engeren Freundeskreis gibt es daher keine Raucher, das Tanken übernimmt helfenderweise ihr Freund. Und wenn sie tagsüber zu wenig Wasser trinkt, kann auch das zu einer Attacke führen. Discos und Kneipen meidet sie konsequent. Wenn mehrere Auslöser und Stress aufeinander treffen, wird es besonders schlimm. „Manchmal möchte ich mich dann einfach nur noch in einen dunklen leisen Raum verkriechen.“

Eine schnelle, kurzfristige Linderung für Ann-Christin boten bisher Arzneistoffe zur Akutbehandlung von Migräne, sogenannte Triptane. Die Hoffnung, dass Migravent langfristig helfen kann, hat sie nicht aufgegeben. Frei von Migräne zu sein und mit voller Power im Studium durchzustarten ist Ann-Christins großes Ziel: „Denn mein Traum ist es einmal eine erfolgreiche Kriminalbiologin zu werden, so wie Mark Benecke. Dann könnte ich meine zwei Kindheitsträume Biologin werden und Verbrecher fassen miteinander verknüpfen.“ Migräne kann sie dabei ganz sicher nicht gebrauchen.

Tipps vom Experten: Wie Migräne-Patienten ihre Lebensqualität verbessern können

Tipps vom Experten: Wie Migräne-Patienten ihre Lebensqualität verbessern können

Dr. med Heinze (Schmerzklinik Kiel)

In Deutschland sind mindestens acht Millionen Menschen von Migräne betroffen. Die meisten von ihnen fühlen sich durch die neurologische Erkrankung erheblich beeinträchtigt. Studien zeigen, dass die Lebensqualität durch Migräne sogar stärker abnimmt als durch andere chronische Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck.

Denn Migräne-Patienten leiden nicht nur unter Kopfschmerzen, sondern auch an Vorurteilen der Umwelt und werden oft medizinisch nicht richtig behandelt.

Dr. med. Axel Heinze, leitender Oberarzt in der Schmerzklinik Kiel, erläutert, worauf es ankommt, was Migräne-Patienten unbedingt wissen sollten und wie sie ihre Lebensqualität verbessern können.

Kann der Arzt mit einfachen Methoden die Diagnose Migräne stellen oder sind Spezialuntersuchungen notwendig?
Dr. Heinze: Die Diagnose ergibt sich aus der typischen Beschreibung der Beschwerden und einem unauffälligen neurologischen Untersuchungsbefund. Sie kann damit im wahrsten Sinn des Wortes in der ärztlichen „Sprechstunde“ gestellt werden. Spezielle Zusatzuntersuchungen wie eine Untersuchung des Gehirns mittels Computertomographie oder Magnetresonanztomographie sind nur bei Zweifel an der Richtigkeit der Diagnose erforderlich.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um Schmerzmittel bei einem akuten Migräneanfall zu nehmen?
Dr. Heinze: Freiverkäufliche Schmerzmittel wirken in aller Regel umso besser, je früher in der Migräneattacke sie eingenommen werden. Zwar können spezifische Migränemittel wie die Triptane, auch noch in einer fortgeschrittenen Attacke wirksam sein, aber auch hier ist der Behandlungserfolg besser bei rechtzeitiger Einnahme.

Die Grundregel ist, dass Medikamente dann eingenommen werden sollten, wenn man sich sicher ist, dass sich eine Migräneattacke entwickelt, d. h. nicht erst auf dem Höhepunkt der Attacke, aber auch nicht bei den ersten Zeichen leichter Kopfschmerzen.


Was muss ich bei der Einnahme von Schmerzmitteln noch beachten?
Dr. Heinze: Richtig eingenommen können Schmerzmittel bei vielen Patienten eine Migräneattacke zuverlässig lindern oder sogar beenden. Neben der rechtzeitigen Einnahme und einer ausreichenden Dosierung sollte jedoch unbedingt eine Kombination mit einem Mittel gegen Übelkeit erfolgen. Am bekanntesten sind hier die beiden rezeptpflichtigen Substanzen Metoclopramid und Domperidon.

Sie bekämpfen nicht nur die migränebedingte Übelkeit, sondern verbessern und beschleunigen auch die Aufnahme der Schmerzmittel. Erst damit haben die Schmerzmittel eine wirkliche Chance zu wirken. Die Empfehlung der zusätzlichen Einnahme von Mittel gegen Übelkeit gilt übrigens auch für Triptane in Tablettenform.

Was passiert, wenn ich regelmäßig Schmerzmittel einnehme?
Dr. Heinze: Problematisch ist es, wenn Kopfschmerzen an zehn oder mehr Tagen im Monat auftreten. Wird hier jede Kopfschmerzattacke mit Schmerzmitten oder Triptanen behandelt, droht die Entwicklung eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch. Es kann zur paradoxen Situation kommen, dass Schmerzmittel selbst wieder Schmerzen erzeugen.

Durch vorbeugende Maßnahmen muss hier unbedingt vorher die Migränehäufigkeit gesenkt werden und im Zweifelsfall auch in Abständen eine einzelne Migräneattacke unbehandelt ausgehalten werden. Hat sich das Vollbild eines Kopfschmerzes bei Medikamentenübergebrauch entwickelt, hilft nur noch eine längere Medikamentenpause für alle Schmerzmittel und Triptane. Hilfe bieten hier Kliniken, die auf die Behandlung chronischer Kopfschmerzerkrankungen spezialisiert sind.

Welche Möglichkeiten für eine natürliche Therapie gibt es, die nicht mit Nebenwirkungen belastet?
Dr. Heinze: Die Deutsche Migräne und Kopfschmerzgesellschaft stuft in ihren Empfehlungen zur Vorbeugung der Migräne Pestwurz, Vitamin B2, Coenzym Q10 und Magnesium als wirksam und damit empfehlenswert ein. Die Verträglichkeit ist dabei hervorragend.

Damit muss nur bei schweren und sehr häufigen Migräneattacken auf die stärker wirksamen, aber auch nebenwirkungsträchtigeren Substanzen aus der Gruppe der Betablocker, Antiepileptika oder Antidepressiva zurückgegriffen werden.

Sind Nahrungsmittel wie Schokolade oder Käse wirklich Auslöser für einen Migräneanfall?
Dr. Heinze: Auslöser von Migräneattacken können vielfältiger Natur sein. Typisch sind zum Beispiel der Hormonabfall vor der Menstruation, Stresssituationen bzw. die Erholung nach dem Stress oder auch Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus. Nicht selten werden auch Lebensmittel oder Genussmittel angeschuldigt.

Im Einzelfall kann das durchaus zutreffend sein. Man denke nur an Alkohol oder Gerichte, die mit dem Geschmacksverstärker Natriumglutamat „verbessert“ wurden. Der vielzitierte Schokoladengenuss hingegen ist kein Auslöser von Migräneattacken. Der Heißhunger auf Süßes ist vielmehr ein Vorbote der Migräneattacke. Die Migräne kommt, unabhängig davon, ob man dem Appetit nach Schokolade nachgibt oder nicht.

Kann man durch Ernährung die Migräne verbessern?
Dr. Heinze: Tatsächlich hat das Essen einen großen Einfluss auf die Migräne, denn einer der potentesten Migräneauslöser ist Fasten. Die Migräne wird nicht dadurch ausgelöst, dass etwas Falsches gegessen wird, sondern einfach zu wenig. Man denke nur an das erzwungene Fasten vor einer morgendlichen Nüchternblutabnahme beim Arzt oder vor einem operativen Eingriff. Eine regelmäßige Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt, ist eine einfache, aber wirksame Verhaltensregel für jeden Betroffenen.

Wir danken für das Interview.

(Quelle: MigräneLiga e.V. Deutschland, Interview: Maria Lohmann)

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Wie wirkt Migravent: Das Interview mit unserer Produktexpertin Frau Kolbeck

Wie wirkt Migravent: Das Interview mit unserer Produktexpertin Frau Kolbeck

Anna Kolbeck ist Produktexpertin für Migravent

Wer einmal erlebt hat, wie Migräne sich anfühlt, der weiß: Migräne ist kein simpler Kopfschmerz – es ist eine Krankheit, die den gesamten Körper außer Gefecht setzt. Schmerzmittel helfen oft, die Migräneanfälle zumindest ein Stück erträglich zu machen.

Verhindern oder gar heilen können sie Migräne aber nicht. Und doch gibt es eine Möglichkeit, Migräne langfristig besser in den Griff zu bekommen und die Anzahl der Attacken zu mindern: Migravent. 

Anna Kolbeck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Weber & Weber und ausgewiesene Produktexpertin. Sie weiß über die Wirkungsweise von Migravent bestens Bescheid und erklärt im Interview, wie Migravent Ihre Leidenssituation verbessern kann.

 

Viele Patienten suchen oft jahrelang vergeblich nach der passenden Therapie gegen Migräne. Migravent verspricht endlich eine langfristige Linderung. Wie funktioniert das?

Frau Kolbeck: Es hat sich herausgestellt, dass die Werte von Vitamin B2, Magnesium und Coenzym Q10 bei Migränepatienten oftmals sehr niedrig sind. Diese Schlüsselstoffe spielen jedoch eine entscheidende Rolle im Energiestoffwechsel des Gehirns. Ist zu wenig von ihnen vorhanden, wird die Energiegewinnung im Gehirn gestört. Es kommt zu einer Übererregbarkeit – und Migräneattacken können ausgelöst werden.

Migravent gleicht Defizite im Energiestoffwechsel des Gehirns aus und reduziert auf diese Weise die Häufigkeit der Migräneattacken auf natürliche Weise.

 

Warum reicht es nicht, mich gesund zu ernähren oder Multivitamine einzunehmen? Was sind die Besonderheiten der einzelnen Inhaltsstoffe von Migravent?

Frau Kolbeck: Entscheidend ist, dass die genannten Substanzen in ausreichend hoher Konzentration dem Organismus zugeführt werden. Mit einem Multivitamin-Präparat oder allein durch ausgewogene Ernährung ist es Migränepatienten nicht möglich, ihr spezifisches Defizit an Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 auszugleichen. Hier setzt Migravent an, welches eine bewährte Kombination aus den genannten Mikronährstoffen in wirksamer Dosierung in sich vereint.

Im Detail heißt das: Vitamin B2 greift an zentraler Stelle in die Energiegewinnung ein und steigert den Energiestoffwechsel der Zell-Kraftwerke, die sogenannten Mitochondrien. Magnesium ist ein lebensnotweniger Mineralstoff in zahlreichen biochemischen Prozessen. Es stabilisiert das Nervensystem und beeinflusst Botenstoffe, die bei der Entstehung von Migräneattacken relevant sind. Coenzym Q10 ist ein lebenswichtiger Baustein in den Mitochondrien jeder Zelle. Ohne ihn kann in den Zellen keine Energie gebildet werden.

 

Stichwort Akuttherapie: Kann ich Migravent mit jeder Schmerztablette oder Triptan kombinieren?

Frau Kolbeck: Ja, Migravent kann mit jeder Migräne-Akuttherapie kombiniert werden. Wechselwirkungen sind keine bekannt. Bei einer leichten Migräneattacke kommen meist einfache Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Ibuprofen zum Einsatz. Bei schweren Schmerzanfällen sind die spezifischen Migränemittel, die sogenannten Triptane, die Mittel der Wahl. Wichtig zu wissen: Schmerz- und Migränemittel dürfen Sie nur an maximal 10 Tagen im Monat nehmen, sonst droht ein durch diese Medikamente ausgelöster Dauerkopfschmerz.

 

Migravent ist ein natürliches Produkt, das über einen längeren Zeitraum zur Behandlung der Migräne genutzt werden darf. Bedeuten die natürlichen Inhaltstoffe bei Migravent auch, dass das Präparat weniger wirkt? 

Frau Kolbeck: Migravent setzt – wie Sie schon richtig sagen – an einem ganz anderen Punkt an. Es handelt sich um eine ergänzende bilanzierte Diät, die täglich über mehrere Monate angewendet wird. Seine Besonderheit liegt in der Migränebehandlung auf Grundlage eines defizitären Mikronährstoffausgleichs und weniger in der Akuttherapie, wie es bei den typischen Schmerzmitteln der Fall ist. Die hoch dosierte Mikronährstoffkombination aus Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q10 wirkt aber effektiv und gleichermaßen sanft regulierend auf den gestörten Energiestoffwechsel des Gehirns ein.

 

Migravent gibt es in zwei Varianten: Migravent und Migravent Classic. Worin liegt der Unterschied zwischen beiden Produkten?

Frau Kolbeck: Migravent enthält neben hoch dosiertem Magnesium, Vitamin B2 und Coenzym Q 10 alle wichtigen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente des täglichen Bedarfs und ist deshalb vorzugsweise für all diejenigen Migränepatienten geeignet, die eine gute Versorgung mit Mikronährstoffen wünschen. Auf die Einnahme zusätzlicher Multi-Mineral-Vitamin-Präparate kann so weitestgehend verzichtet werden. 

Bei Migravent Classic (Nachfolger von Orthoexpert Migräne) handelt es sich um die reine 2er Kombination aus Magnesiumcitrat und Vitamin B2. Sie wird deshalb besonders von sensiblen Menschen mit Migräne geschätzt, die gezielt auf die Zufuhr der Migräne relevanten Mikronährstoffe Wert legen.

 

Je nach Patient kann Migräne mehrmals pro Monat, in besonders schweren Fällen sogar mehrmals pro Woche auftreten. Wann empfehlen Sie Migravent einzunehmen, um Migräne optimal vorzubeugen?

Frau Kolbeck: Für eine optimale Wirksamkeit empfiehlt sich die tägliche, regelmäßige Einnahme über mehrere Monate. Zu beachten ist, dass Migravent - wie alle Magnesium-haltigen Präparate - bei gestörter Nierenfunktion nicht angewendet werden sollte.

 

Welchen Rat können Sie den neuen Produkttestern mit auf den Weg geben, damit Migravent optimal wirken kann? Ab wann kann eine erste Besserung der Migräne-Symptome eintreten?

Frau Kolbeck: Wie schon erwähnt, ist die regelmäßige Anwendung von Migravent das A und O einer Erfolg versprechenden Therapie. Erfahrungen zeigen, dass selbst bei einer seit langem bestehenden Migräneerkrankung eine Besserung schon nach kurzer Einnahmezeit von ca. 1-2 Wochen durchaus möglich ist.

Generell sollten Migränepatienten aber einen Einnahmezeitraum von zwei bis drei Monaten in Erwägung ziehen, um die Wirkung von Migravent ausreichend beurteilen zu können. Also nicht verzagen, wenn sich der Erfolg nicht gleich über Nacht einstellt. Jeder Migränepatient reagiert individuell verschieden auf therapeutische Maßnahmen. In jedem Fall wünsche ich jedem Teilnehmer weitreichend positive Erfahrungen mit Migravent.

 

Frau Kolbeck, wir danken Ihnen herzlich für das Interview.

Migravent im Test: Migräneattacken effektiv reduzieren!

Migravent im Test: Migräneattacken effektiv reduzieren!

Wer einmal erlebt hat, wie Migräne sich anfühlt, der weiß: Migräne ist kein simpler Kopfschmerz – es ist eine Krankheit, die den gesamten Körper außer Gefecht setzt. Schmerzmittel bieten den rund acht Millionen Betroffenen in Deutschland oft nur eine kurzfristige Linderung. Den schmerzhaften Attacken langfristig vorbeugen zu können, ist daher der größte Wunsch derjenigen, die unter Migräne leiden. Die Lösung: Migravent! 

 

Der Produkttest: Migravent in der Praxis
Um die Wirksamkeit der Präparate von Migravent zu überprüfen, hat Weber & Weber von Januar bis April 2012 einen Produkttest durchgeführt, bei dem 30 Kandidaten aus mehreren hundert Bewerbern ausgewählt wurden, um die ergänzende bilanzierte Diät zur diätetischen Behandlung von Migräne über mehrere Wochen hinweg zu testen. Getestet wurde dabei das Präparat Migravent mit einer Tagesdosis von 600 mg Magnesium, 400 mg Vitamin B2 (Riboflavin) und 150 mg Coenzym Q10 plus weiteren wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Bioflavonoiden.

Alle Tester hatten über die Jahre hinweg ganz unterschiedliche Erfahrungen mit Migräne und deren Behandlungsmethoden gemacht. So individuell wie die Menschen selber, so waren auch ihre Leidensgeschichten. Denn: Nicht jeder reagiert gleichermaßen auf Medikamente. Und nicht jeder Kopfschmerz ist gleich Migräne. 

 

Das Ergebnis: Weniger Migränetage, weniger akute Schmerzmittel
Umso freudiger sind die Resultate, die nach Ende des Produkttests ermittelt werden konnten. Die Auswertung der Online-Tagebücher, in denen die Tester über mehrere Wochen hinweg ihr persönliches Befinden und ihre Migräneattacken eingetragen haben, zeigt, dass die Anzahl der Migränetage durch die Einnahme von Migravent deutlich gesenkt werden konnte. Schon nach einer vierwöchigen Einnahme von Migravent konnte eine Verringerung der Migränetage, Migränedauer und Migräneintensität sowie der Verbrauch von Schmerzmitteln festgestellt werden. Vor Beginn des Produkttests hatte die Testgruppe durchschnittlich 6 Tage im Monat mit Migräne zu kämpfen. Bei drei Testern trat keine Besserung ein, sie konnten von Migravent leider nicht profitieren. Bei der restlichen Gruppe konnte die Anzahl der Migränetage um 57 % gesenkt werden (Woche 1-3: durchschnittlich 4,6 Tage, Woche 7 –9: 2,0 Tage).

 

Auch bei Spannungskopfschmerzen profitierten die Teilnehmer von Migravent. Die Anzahl der Tage konnte bei „normalen“Kopfschmerzen fast halbiert (47 %) werden. Vor Beginn des Tests hatten viele Tester angegeben, dass sie bei Migräne Akutschmerzmittel eingenommen haben, um die Migräne in den Griff zu bekommen. Während des Tests konnte die Einnahme von belastenden Akutmitteln um 41% gesenkt werden. Ein Ergebnis, dass deutlich zeigt, wie gut Migravent bei der Vorbeugung von Migräne hilft und wie positiv sich das Präparat auf das gesamte Kopfschmerzbefinden auswirkt. 

Das Feedback der Tester: Eine positive Bilanz
Dass die Wirkung von Migravent sich nicht nur in Zahlen widerspiegelt, zeigt das Feedback der Tester, die sich während des Produkttests im Forum mit anderen Betroffenen und dem Migravent Expertenteam ausgetauscht haben. 

Bei Userin Isis zeigten sich bereits in der Testphase erste positive Ergebnisse: „Schon jetzt, mitten im Produkttest kann ich sagen: Die Schmerztage sind insgesamt weniger geworden. Ein schöner Nebeneffekt: Ich habe keine Krämpfe mehr. Für mich eine positive Sache und ich bin sehr dankbar, dass ich bei diesem Test mit dabei sein darf!“ Ihr Resümee nach dem Test: „Ich kann eine gute Bilanz ziehen. Vielen Dank nochmals für die Möglichkeit, Migravent kennen zu lernen! Ich werde das Onlinetagebuch im eigenen Interesse weiterführen und auch weiterhin Migravent in dieser Dosis nehmen. Allen Migränikern weniger Schmerztage - das wünsch ich Euch. Bei mir ist dieser Wunsch Realität geworden.“

Auch Christa berichtet von positiven Auswirkungen: „Ich habe Anfang März, als es mir wirklich sehr schlecht ging, mit dem Gedanken gespielt, aufzugeben. Heute bin ich froh, das ich Migravent weiterhin genommen habe. Natürlich ist es nicht gesagt, das ich nie wieder Migräne bekomme, aber 4 Wochen ohne, ist für mich soooo toll. Ein ganz neues Lebensgefühl, welches ich jeden Tag genieße.“ 

Migravent bedankt sich bei allen Testern für die Teilnahme, die regen Diskussionen im Forum und das positive Feedback zu dem Produkttest, der belegt, dass die natürliche Wirkung von Migravent Migräne gezielt vorbeugen und langfristig lindern kann.