Lichtempfindlichkeit bei Migräne

Photophobie nennt man die Überempfindlichkeit gegenüber Lichteinwirkung. Während Migräneattacken sind die Nervenzellen so empfindlich, dass Helligkeit zusätzlicher Schmerz bedeutet.

Gut für den Körper – gut gegen Migräne!

Ausdauersport zählt laut der Ärzte Zeitung zu den effektivsten  Vorbeugungsmaßnahmen bei Migräne. Dies ergab eine Studie in der Betroffene regelmäßig trainierten. Das Ergebnis zeigte, dass Sport eindeutig einen positiven Effekt auf die Wirkungsstärke und die Häufigkeit der Migräneanfälle hat.

Berühmter Migränepatient:
Lewis Carroll (1832-1898)

Die Auraphase wird auch als Alice-im-Wunderland-Syndrom bezeichnet. Lewis Carroll, Autor des bekannten Kinderbuchs, litt nämlich selbst an Migräne. Seine Erfahrungen und sein Umgang mit der Krankheit sollen sich sogar in verschiedenen Alice-Episoden widerspiegeln.

Hätten Sie's gedacht? Migräniker haben mehr Lust auf Sex!

Wer an Migräne leidet, hat ein größeres sexuelles Verlangen! Das fanden Wissenschaftler heraus. Die Erklärung: Migräniker haben weniger Serotonin im Blut und da ein Zuviel den sexuellen Appetit dämpft, haben sie vermutlich auch mehr Lust auf Sex.

Ursachen & Auslöser von Migräne

Noch haben Mediziner die Ursachen von Migräne nicht endgültig klären können. Dafür scheinen die Auslöser zu unterschiedlich und zu individuell in ihrer Art. Sicher ist hingegen für die Experten, dass genetische Faktoren eine große Rolle bei der Krankheit spielen. In zwei Dritteln aller Fälle leiden oft mehrere Familienmitglieder an Migräne. 

Migräne ist eine biologisch bedingte Funktionsstörung des Gehirns, der Hirnhaut und der Blutgefäße. Eine Störung, die lange Zeit als eingebildete Krankheit galt. Inzwischen ist dieses Klischee längst überholt. Kein Wunder, denn Migräne ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 12% der Bevölkerung ist davon betroffen. Frauen leiden etwa dreimal häufiger und schwerer an Migräne als Männer. 

Weitaus klarer sind in diesem Zusammenhang die Migräneauslöser (auch Migränetrigger genannt). Allerdings variieren die von Person zu Person. 

Die bekanntesten und häufigsten Trigger

  • Stress, psychische und soziale Belastungen
  • hormonelle Schwankungen (Menstruation, Schwangerschaft, hormonelle Verhütungsmittel)
  • Wetterwechsel
  • Schlafmangel oder unregelmäßiger Schlaf-Wachrhythmus
  • Unterzuckerung und unregelmäßige Mahlzeiten
  • grelles Licht
  • starke körperliche Belastung
  • bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, Rotwein, Zitrusfrüchte sowie bestimmte Käsesorten
  • Glutamat, Farb- und Konservierungsstoffe
  • Nikotin
  • Alkohol

 

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Symptome von Migräne

Migräneschmerzen sind nicht „einfach nur Kopfschmerzen” – wie es Betroffenen in früheren Zeiten nur allzu oft vorgehalten wurde. Heute weiß man: Im akuten Migränefall bleibt es nicht bei dieser besonders heftigen Art des Kopfschmerzes. Hinzu kommen eine ganze Reihe weiterer Symptome – die wiederum von Patient zu Patient variieren können. Typisch bei allen Betroffenen ist allerdings, dass sich die Beschwerden bei körperlicher Aktivität sogar noch verschlimmern. Alltägliche Tätigkeiten und selbst der eigene Beruf können dadurch kaum mehr ausgeführt werden.

Vorboten eines Migräneanfalls

Jeder Betroffene erlebt seinen Migräneanfall anders, mit unterschiedlichen, charakteristischen Symptomen. Meist kündigt sich eine Attacke durch Vorbotensymptome an. Sie können einer richtigen Migräneattacke wenige Stunden bis zu zwei Tage vorausgehen. In dieser Phase treten vor allem psychische, neurologische und vegetative Krankheitszeichen auf. Häufig sind: Müdigkeit, Geräuschempfindlichkeit und Gähnen. Aber auch Störungen des Magen-Darm-Trakts oder Heißhungerattacken (die oft fälschlicherweise als Migräneauslöser gedeutet werden) auf bestimmte Nahrungsmittel kommen vor. Um den Zusammenhang zwischen diesen Symptomen und der oft sehr viel später eintretenden Attacke zu verstehen, kann das Führen eines Migränekalenders hilfreich sein.